Safe House für Frauen

 

Safe House

Es braucht ein Safe House auf Bali!
Frauen erleben Gewalt, sehr oft auch häusliche Gewalt. Dies ist auch auf der „Ferieninsel“ Bali der Fall. Wenn Frauen Gewalterfahrung machen, brauchen sie schnell Schutz – beispielsweise in einem Frauenhaus. Dort können misshandelte und traumatisierte Frauen und auch ihre Kinder erst einmal zur Ruhe kommen. Noch immer gibt es nur ein Frauenhaus auf Bali, welches Frauen einen Schutzraum anbietet und zugleich auch die notwendige Hilfe. Dies zeigt, dass ein Frauenhaus auch auf Bali eine notwendige soziale Einrichtung ist, die aber bei weitem noch nicht sozialisiert ist.  

Dieses Frauenhaus wurde auf einem ummauerten Areal errichtet. Frauen mit oder ohne Kinder können hier, wenn sie Opfer häuslicher Gewalt wurden, unterkommen. Aber auch junge Frauen, die ungewollt schwanger wurden und deshalb von ihren Familien verstoßen wurden, werden aufgenommen. Ebenso werden Frauen aufgenommen, die Opfer einer Vergewaltigung wurden.  
 
Beratungsgespräch

Bislang gibt es nur dieses Frauenhaus auf der Insel Bali.
Frauen werden von Verwandten oder Bekannten dorthin begleitet, aber auch die Sozialbehörden und die Polizei der Insel verweisen Frauen auf diese Hilfsmöglichkeit oder begleiten sie dorthin. 
Da eine Klinik in der Nähe ist, können die Frauen medizinisch versorgt werden. Eine psychologische Erstbetreuung stellt das Haus bereit, ebenso auf Wunsch eine seelsorgerliche Begleitung. Das Frauenhaus hat auch Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten, die den Frauen helfen können, zunächst Regelwerke gemeinsam mit der Polizei zu erarbeiten, die den Rahmen eines wieder besseren Miteinanders zwischen den Ehepartnern ermöglichen sollen und die auch Rechtskraft besitzen. 
Der Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten ist aber auch notwendig, um im Falle einer Trennung die Interessen der Frauen zu vertreten, oder im Falle einer Vergewaltigung das Opfer gegenüber Täter und Strafverfolgungsbehörden zu vertreten.   

Im Falle ungewollter Schwangerschaften können Frauen, die von ihren Familien wegeschickt wurden, bis zur Geburt ihres Kindes im Frauenhaus bleiben. Erst wenn nach der Geburt das Kind zur Adoption freigegeben ist (was die Regel ist), verlassen die Frauen das Haus und können dann meist wieder in ihre Familien zurückkehren. 
 
 
Wir brauchen Ihre Hilfe:


Wir brauchen ihre Unterstützung bei der Übernahme der Kosten für den Anbau von 2 bis 3 zusätzlichen Zimmern zur Unterbringung von Frauen, insbesondere Frauen mit Kindern. 
Es fehlt auch an einem abgeschlossenen Raum für Gespräche mit zu betreuenden Personen, sowie mit Polizei und Anwältinnen/Anwälten.

Es braucht dringend Unterstützung zur Übernahme von Kosten für Aufenthalt und Betreuung. Auch müssen Kosten aufgebracht werden für eine rechtliche Beratung oder Begleitung, selbst wenn Anwältinnen und Anwälte für Bewohnerinnen des Hauses zu Sonderbedingungen arbeiten. Staatliche Stellen sind dazu kaum bereit. Die Polizei stellt immerhin das Wachpersonal, solange Frauen im Haus sind, die von ihr dorthin gebracht wurden. Die Sozialbehörde hingegen hat ihre Unterstützung fast vollständig eingestellt.
  
Helfen Sie uns, zu zeigen, dass ein Frauenhaus kein „alternatives Projekt“ ist, sondern ein notwendiges soziales Hilfsangebot, das dringend notwendige Leistungen in einem gesellschaftlichen Rahmen erbringt. Um dies gegenüber staatlichen Stellen noch deutlicher zu machen, bedarf es auch einer Professionalisierung der Mitarbeiter:Innen, zu der die Dr. Heinz Knauer Stiftung ebenfalls beitragen möchte. 
 
Safe House Team
Erste Hilfe Schritte für Opfer sexueller Gewalt
Aufnahmegespräch Frauenhaus Bali
Aufnahmegespräch einer verletzten Frau
  
 
Ihre Spende geht in voller Höhe in unsere Projekte. Danke, dass Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen!