Auf Bali bestand noch bis 31. Dezember 2021 eine strenge Ausgangsregelung und Distanzregelungen. Der internationale Flugverkehr war bis Mitte 2021 eingestellt, Touristen durften nicht einreisen. Zehntausende Menschen, die als Taxi- und Busfahrer, als Touristenführer, in den Geschäften, Restaurants, Cafés und ganz besonders diejenigen die in den Hotels gearbeitet hatten, wurden von heute auf morgen arbeitslos, ohne irgendeine soziale Absicherung. Es ging auch kaum jemand noch zu Ärzten oder in Krankenhäuser, aus Geldmangel und aus Furcht, dass man sich dort anstecken könnte.
Die Corona-Krise hat tiefe Spuren hinterlassen.
Dennoch blieben die beiden Kliniken geöffnet und natürlich kamen Menschen, die sich krank fühlten zur Untersuchung. Alle, die in Kliniken und Krankenhäusern arbeiteten, mussten Schutzkleidung tragen: Masken und Overalls. Lange Zeit waren diese Hilfsmittel nicht mehr über offizielle Kanäle zu erhalten. Entweder sie waren ausverkauft oder nur noch zu fast unerschwinglichen Preisen zu bekommen. Um nicht ganz ohne Schutz zu sein, bestellten die beiden Knauer-Kliniken die Overalls in einer Schneiderei. Der Schutz ging vor. Viele haben die Kliniken beim Kauf dieser dringend notwendigen Schutzkleidung und Masken durch Ihre Spende unterstützt.
Für diese Großzügigkeit danken all jenen, die den Kauf von schützenden Materialien unterstützt haben.
Heute sind die Corona-Maßnahmen aufgehoben.
Sie waren in ganz Indonesien sehr streng, für die Insel Bali aber hatten sie besondere Auswirkungen. So gut wie alle wirtschaftlichen Aktivitäten auf der Insel sind mit dem Tourismus eng verwoben. Sie wurden „über Nacht“ auf null heruntergefahren, wurden eingestellt. Für die Bevölkerung, die größtenteils wirtschaftlich abhängig war von den Einnahmen, die durch den Tourismus auf der Insel Bali möglich waren, begann eine bittere Zeit. Viele Familien waren auf materielle Unterstützung von außen angewiesen, die sowohl durch staatliche Stellen, wie auch durch Spenden privater Personen erfolgten.
Inzwischen erholt sich die Wirtschaft der Insel langsam wieder,
die Geschäftigkeit kehrt wieder ein, aber vieles kann schon durch den Personalmangel nicht mehr so vorangetrieben werden, wie einst. Vieles soll auch nicht mehr so sein, wie einst. Die Provinzregierung hat bereits angekündigt, einen Massentourismus von über 6 Millionen Touristen pro Jahr, wie er noch bis zum Beginn der Pandemie den Inselalltag bestimmte, nicht wieder zuzulassen.
Doch die diesbezügliche Interessenlage ist im Inselreich Indonesien unterschiedlich und bewegt sich zwischen den sehr restriktiven Überlegungen der Provinzregierung, die den Tourismus auf Bali in deutlich engeren Grenzen halten möchte bis dahin, dass das indonesische Fremdenverkehrsamt auch weiterhin Bali als das Tourismuszentrum Indonesiens sieht und diesem Wirtschaftsfaktor gerne bis 2025 wieder seine damalige Bedeutung zukommen lassen möchte. Danach soll bis 2025 die Zahl der Touristen wieder auf das Niveau von vor der Pandemie angehoben werden, was bedeutet, dass bis 2025 wieder gut 6 Millionen Reisende pro Jahr die Insel besuchen sollen.